Die Kooperation wird vom Sonderpädagogischen Dienst der Astrid-Lindgren-Schule durchgeführt. Der Sonderpädagogische Dienst unterstützt die allgemeine Schule, wenn aufgrund von Problemen im Bereich der Sprache ein sonderpädagogischer Förderbedarf oder deutliche Anhaltspunkte dafür vorliegen. Die Kooperationslehrerinnen und Kooperationslehrer beraten Lehrerinnen und Lehrer der allgemeinen Schulen, bei der Erstellung von Förderplänen, beim Einsatz differenzierter Fördermaßnahmen und bei der Suche nach dem geeigneten Förderort. Sie leisten Unterrichtsbeobachtungen und individuelle Diagnostik. Zudem finden Beratungsgespräche gemeinsam mit den Eltern und beteiligten Lehrerinnen und Lehrern statt.

Um den vielfältigen Bedürfnissen der Schulen gerecht zu werden, werden verschiedene Möglichkeiten der Kooperation angeboten.

Kooperationsmodell der ALS

Bedarfskooperation
Das Angebot der Bedarfskooperation stellt eine individuelle Hilfestellung für Kinder mit einem (vermuteten) sonderpädagogischen Förderbedarf dar.

Die Kontaktaufnahme erfolgt durch Eltern und/oder Lehrer (im Einverständnis mit den Eltern) über die Beratungsstelle der Astrid-Lindgren-Schule. Die Erstgespräche bzw. Diagnostik finden in der Regel an der Beratungsstelle statt. Weitere Diagnostik und Beratung erfolgt an der Heimatschule des Kindes.

Kooperation mit Grundschulförderklassen
Kinder mit allgemeinen Entwicklungsbeeinträchtigungen und Reifeverzögerungen zeigen häufig auch Auffälligkeiten in Sprachverarbeitung und Kommunikation. Deshalb hat die Kooperation mit Grundschulförderklassen einen wichtigen Stellenwert. Die Angebote der Astrid-Lindgren-Schule orientieren sich soweit als möglich an den Bedürfnissen der einzelnen Grundschulförderklassen. An einer Grundschulförderklasse wird eine intensive Kooperationsmaßnahme erprobt. Hier werden als Teil des Gesamtkonzeptes der Grundschulförderklasse intensive Diagnostik, Beratung und eine daraus abgeleitete gezielte Förderung von Sprache und sprachlichen Basisfunktionen angeboten.

Kompetenztransfer
Das Wissen um Sprachentwicklung, Sprachauffälligkeiten, Diagnostik und Förderung ist eine wichtige Grundlage, wenn Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Sprache in allgemeinen Schulen unterrichtet werden sollen. Deshalb werden diese Inhalte in überregionalen Fortbildungen an den Akademien an Grundschullehrkräfte weitergegeben.